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Autoversicherung sparen Schweiz 2026: 8 Hebel für CHF 300-800 weniger

11 min
Sophie Müller

Autoversicherung sparen 2026: Bonus-Malus, Selbstbehalt, Wenig-Fahrer-Rabatt, Telematik und Garage-Rabatt. Praxisrechnung mit konkreten CHF-Beträgen.

Autoversicherung sparen Schweiz 2026: 8 Hebel für CHF 300-800 weniger

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Von Sophie Müller · Aktualisiert am 28. Mai 2026 · 11 Min. Lesezeit

Autoversicherung sparen: Warum 2026 der Vergleich besonders lohnt

Die Schweizer Prämien für die Autoversicherung sind in den letzten zwei Jahren spürbar gestiegen. Der Schweizerische Versicherungsverband (SVV) berichtet für 2024 einen branchenweiten Prämienanstieg von rund 4-5 %; für 2025 und 2026 erwarten die meisten Anbieter ähnliche Bewegungen. Wer seine Police seit drei oder mehr Jahren nicht überprüft hat, zahlt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu viel. Die gute Nachricht: Es gibt acht klar definierte Hebel, mit denen sich pro Jahr CHF 300 bis 800 einsparen lassen — ohne Deckungsverlust.

Dieser Ratgeber ist die Sparvertiefung im Cluster. Den allgemeinen Vergleichsrahmen finden Sie im Hauptartikel Autoversicherung Vergleich Schweiz 2026, für Elektrofahrzeuge in der spezialisierten Übersicht E-Auto-Versicherung 2026.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die grössten Sparhebel 2026: Anbieterwechsel (CHF 200-500), Selbstbehalt anheben (CHF 100-300), Bonus-Malus-Stufe pflegen (CHF 50-200), Jahresprämie statt Quartal (CHF 30-80).
  • Wer weniger als 8'000-10'000 km/Jahr fährt, profitiert von Telematik- oder Wenig-Fahrer-Tarifen mit 10-30 % Rabatt (Quelle: Moneyland.ch).
  • Garage-Rabatt für Nachweis eines festen Einstellplatzes spart 3-8 % auf die Vollkasko.
  • Bündelrabatte (Auto + Hausrat) liegen bei 10-15 % über alle kombinierten Verträge.
  • Ordentliche Kündigung: drei Monate vor Ablauf, bei den meisten Schweizer Policen per 30. September für den 31. Dezember.

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Die 8 Sparhebel im Überblick

HebelErsparnis/Jahr (typisch)AufwandGeeignet für
1. AnbieterwechselCHF 200-500MittelAlle, vor allem 3+ Jahre alte Verträge
2. Selbstbehalt anhebenCHF 100-300GeringErfahrene Fahrende mit Reserve
3. Bonus-Malus pflegenCHF 50-200GeringAlle, besonders bei Kleinschäden
4. Jahresprämie statt QuartalCHF 30-80Sehr geringAlle mit Liquiditätsreserve
5. Telematik / Pay-As-You-DriveCHF 100-300MittelWenigfahrende, vorsichtige Profile
6. Wenig-Fahrer-RabattCHF 80-200GeringUnter 8'000-10'000 km/Jahr
7. Garage-RabattCHF 40-150Sehr geringFester Einstellplatz / Garage
8. Bündelrabatt (Auto + Hausrat)CHF 80-250GeringMehrere Verträge beim gleichen Anbieter

Bandbreiten basieren auf Schweizer Vergleichsdaten 2025/2026 (u. a. Moneyland.ch, TCS-Magazin) und auf öffentlich verfügbaren Tarifbroschüren der grossen Anbieter. Konkrete Ersparnisse hängen vom Profil ab.

Hebel 1: Anbieterwechsel — der grösste Einzelposten

Der wirksamste Hebel bleibt 2026 der jährliche Vergleich mehrerer Anbieter. Moneyland.ch dokumentiert für ein typisches Schweizer Profil (VW Golf, 30 Jahre, Wohnort Zürich, 10'000 km/Jahr, fünf Jahre schadenfrei) eine Prämienspanne, die zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter über 100 % auseinanderliegen kann.

Konkretes Beispiel: Eine fünfjährige Police bei einem grossen Schweizer Anbieter kostet für dieses Profil rund CHF 1'400/Jahr (Haftpflicht + Vollkasko, SB CHF 500). Ein Vergleich mit fünf Mitbewerbern zeigt häufig eine identische Deckung ab CHF 1'050 — das sind CHF 350 Ersparnis pro Jahr ohne Leistungsverlust.

Wann lohnt sich der Wechsel besonders?

  • Vertrag älter als drei Jahre und nie verglichen
  • Nach jeder ordentlichen Prämienanpassung (Sonderkündigungsrecht 30 Tage)
  • Nach einem Schadenfall (Sonderkündigungsrecht 14 Tage gemäss Art. 42 Versicherungsvertragsgesetz VVG)
  • Bei Fahrzeugwechsel — die Police wandert nicht automatisch mit
  • Bei Kantonswechsel mit deutlich anderer Risikostufe (z. B. Zürich nach Graubünden)

Wechselablauf in fünf Schritten

  1. Vergleich über mindestens drei Anbieter (Moneyland, Comparis oder Bonus.ch)
  2. Schadenfreiheitsbescheinigung beim alten Anbieter anfordern (PDF reicht meist)
  3. Neuen Vertrag mit Beginndatum 01.01. abschliessen
  4. Alten Vertrag schriftlich per Einschreiben kündigen — Frist bis 30.09.
  5. Versicherungsausweis beim neuen Anbieter elektronisch oder per Post anfordern

Hebel 2: Selbstbehalt anheben — die schnellste Sparrechnung

Der Selbstbehalt (auch Franchise oder Selbstbeteiligung) ist der Betrag, den Sie pro Schadenfall selbst tragen. Wer ihn anhebt, senkt die Prämie spürbar — und zahlt nur, wenn tatsächlich ein Schaden eintritt.

Selbstbehalt VollkaskoPrämienersparnis (ca.)Sinnvoll, wenn ...
CHF 200BasisprämieVielfahrende mit hohem Risiko
CHF 500−10 bis −15 %Standardprofile, gute Fahrhistorie
CHF 1'000−15 bis −25 %Erfahrene Fahrende mit CHF 1'000+ Reserve
CHF 2'000−20 bis −30 %Hochpreisige Fahrzeuge, hohe Liquidität

Beispielrechnung: Eine Vollkasko mit SB CHF 200 kostet CHF 1'400/Jahr. Bei Anhebung auf SB CHF 1'000 sinkt die Prämie um etwa 18 % auf CHF 1'148 — CHF 252 Ersparnis pro Jahr. Solange in den nächsten vier Jahren kein selbstverschuldeter Schaden eintritt, bleibt der Hebel netto positiv.

Praxisregel: Heben Sie den Selbstbehalt nur an, wenn Sie den höheren Betrag jederzeit aus einer Reserve abdecken können. Andernfalls drohen im Schadenfall Liquiditätsprobleme.

Hebel 3: Bonus-Malus-System gezielt pflegen

Die meisten Schweizer Anbieter (AXA, Mobiliar, Zurich, Allianz Suisse, Generali, Helvetia, TCS) verwenden ein Bonus-Malus-System für Haftpflicht und Vollkasko. Jedes schadenfreie Jahr senkt die Prämienstufe; jeder verursachte Schaden hebt sie. Die konkrete Stufeneinteilung ist anbieterabhängig und sollte vor Abschluss schriftlich bestätigt werden.

So funktioniert das System grob

  • Einstieg: Neukundinnen und Neukunden starten typischerweise zwischen Stufe 9 und 15 (Skala 0-22, anbieterabhängig).
  • Bonus pro schadenfreiem Jahr: Stufe sinkt um 1, Prämie fällt um etwa 5-10 %.
  • Malus pro Schadenfall: Stufe steigt um 2-4 Stufen, Prämie zieht um 20-40 % an.
  • Bonusschutz: Einige Anbieter (u. a. AXA, Mobiliar, Allianz Suisse) bieten gegen Aufpreis CHF 50-100/Jahr einen Schutz vor dem ersten Malus pro Jahr.

Drei Faustregeln zur Bonus-Pflege

1. Kleinschäden selbst zahlen. Wenn die Reparatur unter dem Doppelten des Selbstbehalts liegt, ist Selbstzahlen meist günstiger als die Höherstufung. Beispielrechnung: Lackschaden CHF 800 mit SB CHF 500 + drei Stufen Malus = mehrere Hundert Franken Mehrprämie über die nächsten 4-5 Jahre. Selbst zahlen kostet einmalig CHF 800 — Hebel netto positiv.

2. Bonusschutz bei niedriger Stufe sinnvoll. Wer bereits Stufe 0 oder 1 (Höchstrabatt) erreicht hat, schützt mit CHF 50-100/Jahr seine Position vor dem ersten Schaden. Bei mittleren Stufen ist der Schutz weniger wirtschaftlich.

3. Stufenübertragung beim Wechsel. Die erreichte Stufe geht meist mit der Schadenfreiheitsbescheinigung auf den neuen Anbieter über. Eine schriftliche Bestätigung vor Vertragsabschluss verhindert Diskussionen.

Hebel 4: Jahresprämie statt Quartalszahlung

Quartalszahlung oder monatliche Raten bedeuten bei den meisten Schweizer Anbietern einen Zuschlag von 3-5 % auf die Jahresprämie. Über alle Verträge addiert sich das schnell auf CHF 30-80 pro Jahr — die einfachste Sparmassnahme überhaupt.

Konkretes Beispiel: Jahresprämie CHF 1'400 vs. Quartalsprämie 4 × CHF 366 = CHF 1'464. Der Unterschied CHF 64 entspricht dem Effektivzins eines kleinen Kredits — wer die Reserve hat, sollte einmalig zahlen.

Hebel 5: Telematik / Pay-As-You-Drive

Telematik-Tarife koppeln einen Teil der Prämie an das gemessene Fahrverhalten. Eine App oder ein im Fahrzeug installiertes Gerät erfasst Beschleunigung, Bremsverhalten, Geschwindigkeit und Nachtfahranteil. Wer vorsichtig fährt, erhält 10-30 % Rabatt auf die Vollkaskoprämie.

Schweizer Telematik-Angebote 2026

AnbieterProduktTechnikRabatt (typisch)
AXACrash Recorder / Drive RecorderApp + optionaler Steckerbis 15 %
Smile (Helvetia)Smile DriveApp-basiertbis 20 %
GeneraliGenerali MobileApp-basiertbis 15 %
Allianz SuisseBonusDriveApp + optionaler Beaconbis 25 %
ZurichDriveWellApp-basiertbis 15 %

Produktbezeichnungen und Konditionen Stand 2026 — Anbieter passen Programme regelmässig an. Genaue Rabatte und Datenschutzbedingungen direkt beim Versicherer prüfen.

Vor- und Nachteile auf einen Blick

Geeignet: Wenigfahrende, Berufstätige mit kurzem Pendelweg, defensives Fahrprofil, Jüngere bis 25 (deutlicher Rabatt-Effekt).

Weniger geeignet: Vielfahrende mit dichtem Stadtbetrieb (oft viele harte Bremsvorgänge), gewerblich genutzte Fahrzeuge, Personen mit Datenschutzbedenken.

Datenschutz: Schweizer Anbieter speichern aggregierte Fahrkennzahlen, keine Routenprofile — das jedenfalls die offiziellen Produktbroschüren. Vor Abschluss die jeweilige Datenschutzerklärung lesen ist trotzdem empfehlenswert.

Hebel 6: Wenig-Fahrer-Rabatt

Wer weniger als 8'000-10'000 km pro Jahr fährt, qualifiziert sich bei vielen Schweizer Anbietern für einen pauschalen Wenig-Fahrer-Rabatt von 8-15 %. Der Nachweis erfolgt über die Jahres-Kilometerangabe bei Vertragsabschluss; bei einigen Anbietern via stichprobenartige Kontrolle der MFK-Quittung.

Typische Kilometer-Stufen 2026

JahresleistungProfil-KlassierungPrämienanpassung (ca.)
unter 5'000 kmSehr Wenig-Fahrer−15 bis −25 %
5'000-8'000 kmWenig-Fahrer−8 bis −15 %
8'000-12'000 kmNormalBasisprämie
12'000-20'000 kmViel-Fahrer+5 bis +12 %
über 20'000 kmSehr Viel-Fahrer+12 bis +25 %

Praxis-Hinweis: Wer mit Nachweis darunter bleibt, sollte den Kilometerstand bei der jährlichen Prämienanpassung aktiv melden. Eine zu hoch geschätzte Jahresleistung kostet schnell mehrere Hundert Franken. Bei deutlicher Überschreitung der vereinbarten Kilometer-Stufe behält sich der Anbieter Nachforderung vor.

Hebel 7: Garage-Rabatt für festen Einstellplatz

Ein Fahrzeug, das nachts in einer Garage oder einem fest zugeordneten Einstellplatz steht, hat ein nachweislich tieferes Diebstahl-, Vandalismus- und Wetterrisiko. Schweizer Anbieter belohnen das mit einem Garage-Rabatt von 3-8 % auf die Vollkasko (teilweise auch auf die Teilkasko).

Nachweis: Bei Mietverhältnis Kopie des Mietvertrags Garage/Parkplatz; bei Eigentum Grundbuchauszug oder einfache schriftliche Bestätigung der Hauseigentümerschaft. Der Hebel ist klein, aber praktisch kostenlos.

Hebel 8: Bündelrabatt — die Vertragslandschaft konsolidieren

Wer mehrere Verträge beim gleichen Anbieter bündelt, erhält 10-15 % Bündelrabatt auf alle kombinierten Policen. Die häufigsten Kombinationen:

KombinationBündelrabatt (typisch)Hinweis
Auto + Hausrat10-15 %Häufigste Kombi, fast jeder Anbieter
Auto + Hausrat + Privathaftpflicht12-18 %Dreierpaket, oft mit Zusatzrabatt
Mehrere Fahrzeuge (Flotte privat)5-12 %Ab zwei eigenen PKW
Auto + Rechtsschutz5-10 %Schweizer Anbieter zunehmend
Auto + Lebensversicherung5-8 %Eher bei langfristigen Kunden

Achtung beim Bündeln: Der Rabatt rechnet sich nur, wenn die Einzelpolicen nicht deutlich teurer sind als beim besten Einzelanbieter. Vor dem Bündeln also: jede Police separat vergleichen, dann die Bündelersparnis auf die Summe der besten Einzelpreise rechnen. Liegt das Bündel netto über dem Vergleichsergebnis, lohnt der Wechsel auf separate beste Anbieter mehr.

Wenig genutzte Sparhebel — die häufig vergessenen Stellschrauben

Saisoneinschreibung / Saison-Police

Cabriolets, Motorräder oder selten gefahrene Zweitwagen lassen sich bei einigen Anbietern für 6-9 Monate als Saisonfahrzeug einschreiben. Die Prämie sinkt entsprechend, das Fahrzeug ist in der Standzeit ohne Verkehrslast versichert.

Werkstattbindung

Wer im Schadenfall eine Werkstatt aus dem Partnernetz des Anbieters nutzt (statt freier Werkstattwahl), erhält 5-10 % Rabatt. Trade-off: Werkstattauswahl wird eingeschränkt, dafür meist direkter Abrechnungsprozess.

Schadenfreiheitsprämie

Einige Anbieter zahlen nach 5-10 Jahren ohne Schaden eine Schadenfreiheitsprämie (CHF 100-300) oder gewähren einen zusätzlichen Treuerabatt. Aktiv nachfragen, ist meist nicht automatisch im Vertrag.

Reifenoptimierung

Mit dem richtigen Reifensatz (Winterreifen ab 4 mm Profiltiefe, Sommerreifen nach Strassenzustand) reduzieren Sie das Unfallrisiko und damit langfristig die Schadenquote — und behalten den Bonus-Malus-Vorteil. Reifen direkt vergleichen: Reifendirekt.ch.

Praxisrechnung: Wie viel Sie wirklich sparen können

Ausgangslage: 38-jährige Person, Wohnort Bern, VW Tiguan, 9'000 km/Jahr, schadenfrei seit 7 Jahren, fester Garageplatz, Vollkasko mit SB CHF 200, Quartalszahlung, kein Bündel. Aktuelle Jahresprämie CHF 1'620.

MassnahmeNeue PrämieErsparnis
AusgangslageCHF 1'620
+ Anbieterwechsel zum günstigsten VergleichsanbieterCHF 1'350−CHF 270
+ Selbstbehalt anheben auf CHF 1'000CHF 1'100−CHF 250
+ Jahresprämie statt QuartalCHF 1'050−CHF 50
+ Wenig-Fahrer-Rabatt (9'000 km, knapp im Bereich)CHF 990−CHF 60
+ Garage-RabattCHF 950−CHF 40
+ Hausrat zum gleichen Anbieter bündelnCHF 855−CHF 95
Gesamtersparnis pro JahrCHF 855−CHF 765

Beispielrechnung mit branchentypischen Bandbreiten. Persönliche Resultate variieren je nach Profil, Wohnkanton, Schadensfreiheitsstufe und konkretem Anbieter.

In dieser kombinierten Anwendung halbiert sich die Prämie nahezu. Selbst wer nur drei oder vier der acht Hebel zieht, kommt regelmässig auf CHF 300-500 Ersparnis pro Jahr.

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Schweizer Anbieter mit allen relevanten Rabatten auf einen Blick

Zum Vergleich →

Was Sie nicht tun sollten — typische Spar-Fallen

1. Haftpflicht-Mindestdeckung unterschreiten. Die gesetzliche Mindestdeckung beträgt CHF 5 Mio. (Art. 3 Verkehrsversicherungsverordnung VVV). Branchenüblich sind 100 Mio. CHF — die Mehrprämie für die höhere Deckung beträgt nur CHF 10-30/Jahr. Wer hier spart, riskiert bei einem Grossschaden den Privatkonkurs.

2. Vollkasko bei jungem Fahrzeug kündigen. Ein neues oder hochwertiges Fahrzeug ohne Vollkasko ist bei Eigenverschulden ein finanzielles Totalrisiko. Vollkasko bei Fahrzeugen jünger als 5-6 Jahre und Zeitwert über CHF 15'000-20'000 bleibt fast immer sinnvoll. Detailrechnung dazu im Hauptartikel Autoversicherung Vergleich Schweiz 2026.

3. Bei Schaden nicht melden. Wer einen Bagatellschaden über die Versicherung abwickelt statt selbst zu zahlen, verliert oft mehr Bonus als der Schadenbetrag. Wer einen ernsthaften Schaden hingegen verschweigt, riskiert die Leistungspflicht im Folgeschaden. Faustregel: Schaden unter dem Zweifachen des Selbstbehalts selbst tragen, darüber melden.

4. Im Schadenfall ohne Beweise zustimmen. "Schuldfrage klären die Versicherer" ist die rechtlich saubere Antwort am Unfallort. Vorzeitige Schuldeingeständnisse können später nicht zurückgenommen werden.

5. Auf den günstigsten Anbieter ohne Qualitätsprüfung wechseln. Niedrige Prämie nutzt wenig, wenn die Schadenregulierung langsam oder restriktiv ist. K-Tipp, FINMA und Branchenforen liefern qualitative Hinweise. Ein Blick auf die FINMA-Versichererliste bestätigt die Bewilligung in der Schweiz.

Schritt-für-Schritt-Plan: In einem Nachmittag CHF 500 sparen

Wer es konkret anpacken möchte, kommt mit folgendem Plan in 2-3 Stunden zum Ergebnis:

  1. Aktuelle Police hervorholen — Jahresprämie, Selbstbehalt, Deckungen, Bonus-Malus-Stufe notieren.
  2. Auf Moneyland.ch oder Comparis ein Vergleichsprofil eingeben — Fahrzeug, Wohnort, Jahresleistung, Schadenfreiheitsstufe.
  3. Top 3 Angebote notieren und Konditionen vergleichen (Selbstbehalt, Bündelrabatt-Optionen, Telematik-Programme).
  4. Alten Anbieter anrufen und konkret nach Rabatten fragen — manche Anbieter geben Treueboni nur auf Nachfrage.
  5. Schadenfreiheitsbescheinigung anfordern (per Mail/Telefon).
  6. Neuen Vertrag vor dem 30.09. mit Beginn 01.01. abschliessen.
  7. Alten Vertrag schriftlich per Einschreiben kündigen.
  8. Kündigungsbestätigung ablegen und Erinnerung für nächsten Vergleich in einem Jahr setzen.

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FAQ

Wie oft sollte ich meine Autoversicherung vergleichen?

Mindestens einmal pro Jahr, idealerweise vor der ordentlichen Kündigungsfrist (meist Ende September). Bei Prämienerhöhung oder Schadenfall greift das Sonderkündigungsrecht — dann ohnehin sofort vergleichen.

Lohnt sich Telematik wirklich?

Für defensives Fahrprofil mit moderater Jahresleistung ja: Rabatte zwischen 10-25 % sind realistisch. Bei dichtem Stadtbetrieb mit vielen Bremsvorgängen kann der Score schlechter ausfallen — vor Abschluss eine Probemessung über einen Monat lohnt sich.

Verliere ich beim Anbieterwechsel meinen Bonus?

Nein. Die erreichte Schadenfreiheitsstufe geht in der Regel via Schadenfreiheitsbescheinigung auf den neuen Anbieter über. Die konkrete Einstufung ist anbieterabhängig — vor Vertragsabschluss schriftliche Bestätigung verlangen.

Soll ich einen Bagatellschaden über die Versicherung abrechnen?

Faustregel: Wenn der Schaden unter dem zwei- bis dreifachen Selbstbehalt liegt, selbst zahlen. Die Höherstufung im Bonus-Malus-System (2-4 Stufen) bedeutet 4-5 Jahre Mehrprämie und übersteigt den Schadenbetrag oft.

Welcher Selbstbehalt ist optimal?

CHF 500 bis CHF 1'000 ist für die meisten Profile der wirtschaftliche Mittelwert. Er senkt die Prämie um 10-25 % und bleibt im Schadenfall liquid bewältigbar. Bei sehr ruhiger Fahrhistorie und CHF 2'000 Reserve kann auch der höhere Selbstbehalt sinnvoll sein.

Wann ist die Kündigungsfrist 2026?

Bei jährlich erneuerbaren Policen: drei Monate vor Vertragsablauf, also typischerweise per 30. September für 31. Dezember. Sonderkündigungsrecht 14 Tage nach Schadenregulierung (Art. 42 VVG) und 30 Tage nach Mitteilung einer Prämienerhöhung.

Sind Bündelrabatte immer günstiger?

Nicht zwingend. Nur dann, wenn die Einzelpolicen des Bündelanbieters preislich nicht deutlich über den besten Einzelangeboten der Konkurrenz liegen. Vor dem Bündeln: jede Police einzeln vergleichen, dann gegenrechnen.

Gibt es Spezialrabatte für ältere oder neue Fahrende?

Manche Anbieter geben Rabatte für Personen über 60 (defensiveres Fahrprofil) oder reduzierte Einstiegsstufen für Jüngere mit Telematik-Programm. Aktiv nachfragen ist nötig — automatisch passieren beide Rabatte selten.

Fazit: Acht Hebel, ein klares Ergebnis

Wer die acht hier vorgestellten Hebel kombiniert, spart pro Jahr realistisch CHF 300-800 auf der Autoversicherung — ohne Deckungsverlust. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • ✓ Anbieterwechsel und Selbstbehalt-Anhebung tragen am meisten bei (zusammen CHF 300-500).
  • ✓ Bonus-Malus-Pflege ist langfristig der nachhaltigste Hebel.
  • ✓ Jahresprämie statt Quartal kostet keine Minute zusätzlich.
  • ✓ Telematik und Wenig-Fahrer-Rabatt sind ideale Ergänzungen für defensive Profile.
  • ✓ Garage-Nachweis und Bündel runden die Sparrechnung ab.
  • ✓ Die Mindestdeckung Haftpflicht nicht aus Sparzwang unterschreiten.

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Quellen: Strassenverkehrsgesetz (SVG), Verkehrsversicherungsverordnung (VVV), Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Markt- und Prämiendaten: Schweizerischer Versicherungsverband (SVV), Moneyland.ch Vergleich, Touring Club Schweiz (TCS), Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA), Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU).

Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel dient ausschliesslich allgemeinen Informationszwecken und stellt keine individuelle Versicherungsberatung dar. Prämien, Rabatte, Stufeneinteilungen und Bedingungen variieren je nach Anbieter und persönlichem Risikoprofil und können sich jederzeit ändern. Aktuelle Konditionen direkt beim jeweiligen Anbieter prüfen oder durch eine unabhängige Beraterin oder einen Berater abklären lassen. Dieser Artikel enthält Affiliate-Links — für Sie entstehen keine zusätzlichen Kosten.

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