Mindestlohn Schweiz 2026: 5 Kantone und Stadt Luzern
Mindestlohn 2026: Genf CHF 24.59, Basel-Stadt CHF 22.20, Stadt Luzern CHF 22.75. Tabelle aller Kantone, GAV-Regeln und FAQ. Stand Juni 2026.

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Das Wichtigste in Kürze
- Fünf Kantone haben 2026 einen gesetzlichen Mindestlohn: Genf (CHF 24.59/h), Basel-Stadt (CHF 22.20/h), Jura (CHF 21.40/h), Neuenburg (CHF 21.35/h) und Tessin (CHF 20.00–20.50/h je nach Branche)
- Stadt Luzern kommt 2026 mit einem kommunalen Mindestlohn von CHF 22.75/h dazu – er gilt nur im Stadtgebiet, nicht im ganzen Kanton, und ist politisch umstritten
- Kein nationaler Mindestlohn: Die Volksinitiative von 2014 scheiterte mit rund 76 Prozent Nein
- Genf zahlt am meisten: CHF 24.59 pro Stunde, kaufkraftbereinigt einer der höchsten Mindestlöhne weltweit
- GAV gehen vor, wenn höher: Liegt der Branchen-Mindestlohn darüber, gilt der Gesamtarbeitsvertrag
- Quellen: kantonale Arbeitsämter (ge.ch, bs.ch, ti.ch, NE), Stadt Luzern, SECO, BFS (Stand Juni 2026)
Mindestlohn Schweiz 2026: Wo gilt was?
Gibt es 2026 einen Mindestlohn in der Schweiz? Einen landesweiten nicht. Stattdessen entscheiden Kantone und einzelne Gemeinden selbst – fünf Kantone haben eine gesetzliche Lohnuntergrenze, dazu kommt 2026 die Stadt Luzern mit einer kommunalen Regelung. Wer in einem dieser Gebiete arbeitet, hat unabhängig von Branche, Nationalität oder Wohnsitz Anspruch auf den jeweiligen Mindestlohn.
In allen übrigen Gebieten fällt der Lohn entweder unter einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit branchenspezifischen Mindestlöhnen oder unter die freie Lohnvereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
Wichtig für das Verständnis: Luzern ist kein kantonaler Fall. Den Mindestlohn hat die Stadt Luzern eingeführt, er gilt nur im Stadtgebiet. Der Kantonsrat hat sogar eine Motion angenommen, die kommunale Mindestlöhne untersagen will. Wir führen Luzern deshalb getrennt von den fünf Kantonen.
Kantone mit Mindestlohn 2026
| Gebiet | Mindestlohn/Stunde | Monatslohn (100%)* | Gültig ab |
|---|---|---|---|
| Genf (GE) | CHF 24.59 | CHF 4'426 | 01.01.2026 |
| Stadt Luzern (kommunal) | CHF 22.75 | CHF 4'095 | 01.01.2026 |
| Basel-Stadt (BS) | CHF 22.20 | CHF 3'996 | 01.01.2026 |
| Jura (JU) | CHF 21.40 | CHF 3'852 | 01.01.2026 |
| Neuenburg (NE) | CHF 21.35 | CHF 3'843 | 01.01.2026 |
| Tessin (TI) | CHF 20.00–20.50** | CHF 3'600–3'690 | 01.01.2026 |
- Bei 180 Stunden/Monat (Vollzeit, 42 Std./Woche). Gerundete Bruttowerte, ohne Ferien- und Feiertagszuschläge.
** Tessin: Stundenansatz je nach Wirtschaftssektor zwischen CHF 20.00 und CHF 20.50; wo ein allgemeinverbindlicher GAV mit höherem Lohn besteht, kann dieser Vorrang haben.
Wo es keinen gesetzlichen Mindestlohn gibt
In allen übrigen Kantonen besteht keine kantonale Lohnuntergrenze. Stattdessen greifen Gesamtarbeitsverträge, Normalarbeitsverträge oder die freie Lohnvereinbarung. Dazu zählen unter anderem:
- Deutschschweiz: Zürich, Bern, Aargau, St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen, Solothurn, Luzern (Kanton, ausserhalb der Stadt)
- Zentralschweiz: Zug, Schwyz, Uri, Obwalden, Nidwalden, Glarus
- Ostschweiz: Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Graubünden
- Westschweiz und übrige: Waadt, Wallis, Freiburg, Basel-Landschaft
Massgebend sind dort:
- Gesamtarbeitsverträge (GAV) mit branchenspezifischen Mindestlöhnen (z. B. Bau, Gastronomie, Detailhandel)
- Normalarbeitsverträge (NAV) mit Mindestlöhnen für einzelne Berufe (z. B. Hauswirtschaft)
- Freie Lohnvereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Genf: Der höchste Mindestlohn der Schweiz
CHF 24.59 pro Stunde ab 2026
Genf hat den höchsten kantonalen Mindestlohn der Schweiz und gilt – kaufkraftbereinigt – als einer der höchsten Mindestlöhne weltweit. Per 1. Januar 2026 steigt der Stundenansatz von CHF 24.48 (2025) auf CHF 24.59, was bei Vollzeit (180 Std./Monat) einem Bruttolohn von rund CHF 4'426 monatlich entspricht. Für Landwirtschaft und Blumenbau gilt ein tieferer Ansatz von CHF 18.07/h.
Eine ausführliche Analyse mit allen Ausnahmen, Branchenregelungen und Vollzugsfragen finden Sie im Schwesterartikel zum Genfer Mindestlohn 2026.
Jährliche Anpassung an den Konsumentenpreisindex
Der Genfer Mindestlohn wird jährlich an den Genfer Konsumentenpreisindex angepasst. Steigen die Preise, steigt der Mindestlohn mit. Fallen sie, bleibt er konstant – eine Kürzung ist gesetzlich ausgeschlossen.
| Jahr | Mindestlohn/Stunde |
|---|---|
| 2020 (Einführung) | CHF 23.00 |
| 2023 | CHF 24.32 |
| 2024 | CHF 24.32 |
| 2025 | CHF 24.48 |
| 2026 | CHF 24.59 |
Wer in Genf vom Mindestlohn profitiert
Der Genfer Mindestlohn gilt für praktisch alle Arbeitnehmer im Kanton, unabhängig von Branche oder Qualifikation:
- Vollzeit- und Teilzeitangestellte (anteilig)
- Temporärarbeitende
- Praktikanten ausserhalb der geregelten Ausbildung
- Grenzgänger aus Frankreich, die in Genf arbeiten
Ausnahmen sind unter anderem Lernende während der Berufsbildung, Praktikanten in einem Pflichtpraktikum sowie Personen in Eingliederungsmassnahmen. Seit 2026 sind auch bestimmte Gelegenheitstätigkeiten während der Schul- und Semesterferien vom kantonalen Mindestlohn ausgenommen.
Stadt Luzern: kommunaler Mindestlohn ab 2026
CHF 22.75 pro Stunde – nur im Stadtgebiet
Die Stadt Luzern hat 2026 einen kommunalen Mindestlohn eingeführt. Er gilt seit dem 1. Januar 2026 und betrifft Arbeitsverhältnisse innerhalb des Stadtgebiets:
- Stundenlohn: CHF 22.75
- Monatslohn (Vollzeit): rund CHF 4'095
- Anpassung: über einen gemischten Index aus Konsumentenpreisen und Nominallohnentwicklung
Zurück geht die Regelung auf eine Juso-Initiative, die das Stadtparlament im Mai 2024 angenommen hat. Anders als bei den fünf Kantonen ist die Lösung jedoch nur lokal: Wer im Kanton Luzern, aber ausserhalb der Stadt arbeitet, fällt nicht darunter.
Der Bestand ist politisch offen. Der Kantonsrat hat eine Motion angenommen, die kommunale Mindestlöhne untersagen will. Ob die städtische Regelung dauerhaft Bestand hat, ist daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschliessend geklärt.
Basel-Stadt: CHF 22.20 ab 2026
Basel-Stadt führte den kantonalen Mindestlohn nach der Volksabstimmung von 2021 per 1. Juli 2022 ein und passt ihn seither jährlich an einen Mischindex an. Per 2026 liegt er bei CHF 22.20/h:
| Jahr | Mindestlohn/Stunde |
|---|---|
| 2023 | CHF 21.45 |
| 2024 | CHF 21.70 |
| 2025 | CHF 22.00 |
| 2026 | CHF 22.20 |
Bei Stundenlohn kommen in Basel-Stadt zusätzlich gesetzliche Zuschläge dazu: ein Ferienzuschlag von 8,33 Prozent (10,64 Prozent für unter 20-Jährige) und ein Feiertagszuschlag. In Branchen mit allgemeinverbindlichem GAV gilt der kantonale Mindestlohn nicht.
Jura, Neuenburg und Tessin
Drei weitere Kantone hatten den Mindestlohn bereits vor 2026 eingeführt:
- Jura (JU): CHF 21.40/h, jährlich indexiert
- Neuenburg (NE): CHF 21.35/h ab 2026 (2025: CHF 21.31), jährlich an den schweizerischen Konsumentenpreisindex angepasst; für Landwirtschaft, Weinbau und Gartenbau gilt ein tieferer Ansatz
- Tessin (TI): CHF 20.00 bis 20.50/h je nach Wirtschaftssektor, orientiert an rund 55 Prozent des nationalen Medianlohns
Das Tessin bildet eine Sonderkonstellation: Der Stundenansatz ist nach Branche differenziert, und wo ein allgemeinverbindlicher GAV mit höherem Mindestlohn existiert, kann dieser Vorrang haben. Die kantonale Regelung dient als Auffangnetz für Branchen ohne kollektive Vereinbarung.
Wer profitiert vom Mindestlohn?
Typische Branchen mit Mindestlohn-Bezug
| Branche | Typische Berufe | Mindestlohn relevant? |
|---|---|---|
| Gastgewerbe | Service, Küchenhilfe, Reinigung | Ja (ohne GAV) |
| Detailhandel | Verkauf, Kasse, Lager | Ja (oft) |
| Reinigung | Gebäudereinigung, Facility | Ja |
| Hauswirtschaft | Haushaltshilfe, Kinderbetreuung | Ja (NAV) |
| Landwirtschaft | Erntehilfe, Saisonarbeit | Teilweise (tieferer Ansatz) |
Wie viele Personen sind betroffen?
Laut Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (BFS) verdient ein Teil der Beschäftigten in der Schweiz im Tieflohnbereich unter rund CHF 4'000 brutto pro Monat. In den Mindestlohn-Gebieten profitieren vor allem Beschäftigte in Gastronomie, Detailhandel, Reinigung und Hauswirtschaft direkt von der gesetzlichen Untergrenze. Die genaue Zahl variiert je nach Region und Branchenstruktur.
Wer mehr zum Lohnniveau in der Schweiz wissen möchte, findet im Medianlohn Schweiz 2026 eine detaillierte Analyse.
Gesamtarbeitsverträge (GAV) und Mindestlohn
Was ist ein GAV?
Ein Gesamtarbeitsvertrag ist eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften. Er regelt typischerweise:
- Mindestlöhne für die Branche
- Arbeitszeiten und Überstunden
- Ferienanspruch (meist 4 bis 6 Wochen)
- Kündigungsfristen und weitere Arbeitsbedingungen
Ein erheblicher Teil der Schweizer Arbeitnehmer fällt unter eine Form von GAV. Das macht diese Verträge zur wichtigsten Lohnschutz-Schicht – auch dort, wo kein gesetzlicher Mindestlohn gilt.
Welcher Lohn gilt bei Überschneidungen?
| Situation | Was gilt? |
|---|---|
| GAV-Lohn höher als kantonaler Mindestlohn | GAV-Lohn gilt |
| GAV-Lohn unter dem kantonalen Mindestlohn | Kantonaler Mindestlohn gilt |
| Kein GAV vorhanden | Kantonaler Mindestlohn gilt (falls eingeführt) |
Faustregel: Es gilt der für den Arbeitnehmer günstigere Lohn. Ein GAV in Genf, der CHF 23/h vorsieht, bleibt zwar gültig, wird aber durch den kantonalen Mindestlohn von CHF 24.59/h faktisch angehoben.
Pflichten der Arbeitgeber
Was Arbeitgeber konkret tun müssen
Wo ein gesetzlicher Mindestlohn gilt, sind Arbeitgeber verpflichtet:
- Löhne prüfen: Alle Stundenansätze gegen den geltenden Mindestlohn abgleichen
- Anpassen: Verträge unter dem Mindestlohn auf das gesetzliche Niveau anheben
- Dokumentieren: Lohnzahlungen revisionssicher erfassen
- Vorlegen: Bei Kontrollen des Arbeitsinspektorats Belege liefern
Bei Verstössen drohen je nach Kanton Sanktionen sowie zivilrechtliche Nachforderungen der betroffenen Arbeitnehmer.
Wirtschaftliche Diskussion
Kritiker befürchten Stellenabbau in margenschwachen Niedriglohnbranchen, Preisanstiege in Gastronomie und Dienstleistungen sowie zusätzlichen Automatisierungsdruck. Befürworter verweisen auf höhere Kaufkraft für Geringverdiener, weniger Working Poor und eine stabilere Binnennachfrage.
Auswertungen aus Genf (Mindestlohn seit 2020) deuten bislang auf begrenzte Beschäftigungseffekte hin – weder ein grossflächiger Stellenabbau noch eine grundlegende Lohnumverteilung haben sich bestätigt.
Internationaler Vergleich
Die Schweiz ohne nationalen Mindestlohn ist im europäischen Vergleich eine Besonderheit. Die folgenden Werte sind grobe Umrechnungen in Schweizer Franken (Stand Juni 2026, Wechselkurse und Bruttoangaben approximativ) und dienen nur der Einordnung:
| Land | Stundenlohn (CHF, ca.) | Reichweite |
|---|---|---|
| Genf (CH) | CHF 24.59 | kantonal |
| Luxemburg | CHF 23 | national |
| Deutschland | CHF 16–17 | national |
| Frankreich | CHF 14 | national |
| Österreich | CHF 13 | tarifvertraglich |
| Italien | CHF 10 | tarifvertraglich |
Genf liegt damit kaufkraftbereinigt vor den meisten EU-Mindestlöhnen, gilt jedoch nur für einen einzigen Kanton.
Mindestlohn melden: So gehen Sie vor
Wenn Sie als Arbeitnehmer weniger als den geltenden Mindestlohn erhalten:
- Dokumentieren: Alle Lohnabrechnungen und den Arbeitsvertrag sichern
- Ansprechen: Den Arbeitgeber schriftlich auf die Differenz hinweisen (oft handelt es sich um ein Versehen)
- Melden: Bei ausbleibender Korrektur das zuständige Arbeitsinspektorat einschalten
- Einfordern: Die Differenz lässt sich grundsätzlich rückwirkend verlangen; die Frist richtet sich nach Obligationenrecht und kantonaler Regelung
Wichtig: Eine Kündigung allein als Reaktion auf eine berechtigte Lohnreklamation kann missbräuchlich sein. Lassen Sie sich im Zweifel bei einer Gewerkschaft oder einer Beratungsstelle informieren.
Glossar: kurz erklärt
- GAV (Gesamtarbeitsvertrag): Branchenweite Vereinbarung zwischen Sozialpartnern, oft mit Mindestlöhnen.
- NAV (Normalarbeitsvertrag): Behördlich festgelegte Mindestbedingungen für einzelne Berufe ohne GAV.
- Allgemeinverbindlich: Ein GAV, den der Bund oder Kanton für eine ganze Branche verbindlich erklärt – auch für nicht organisierte Betriebe.
- Kommunaler Mindestlohn: Lohnuntergrenze, die eine Gemeinde (z. B. Stadt Luzern) festlegt, nicht der Kanton.
FAQ Mindestlohn Schweiz 2026
Welche Kantone haben einen Mindestlohn in der Schweiz?
2026 haben fünf Kantone einen gesetzlichen Mindestlohn: Genf (CHF 24.59/h), Basel-Stadt (CHF 22.20/h), Jura (CHF 21.40/h), Neuenburg (CHF 21.35/h) und Tessin (CHF 20.00–20.50/h je nach Branche). Zusätzlich gilt in der Stadt Luzern ein kommunaler Mindestlohn von CHF 22.75/h.
Ist der Mindestlohn in Luzern kantonal oder kommunal?
Kommunal. Den Mindestlohn von CHF 22.75/h hat die Stadt Luzern eingeführt; er gilt nur im Stadtgebiet, nicht im ganzen Kanton. Der Kantonsrat hat zudem eine Motion angenommen, die kommunale Mindestlöhne untersagen will, weshalb der Bestand umstritten ist.
Kann mein Arbeitgeber weniger als den Mindestlohn zahlen?
Nein. Wo ein gesetzlicher Mindestlohn gilt, ist die Lohnuntergrenze verbindlich. Verstösse können beim Arbeitsinspektorat gemeldet werden, die Differenz lässt sich grundsätzlich rückwirkend einfordern.
Gilt der Mindestlohn auch für Teilzeit und Praktika?
Ja. Der Mindestlohn ist ein Stundenlohn und gilt für alle Beschäftigungsgrade. Praktika ausserhalb einer geregelten Ausbildung fallen ebenfalls darunter. Lernende und Praktikanten in einem Pflichtpraktikum sind ausgenommen.
Gilt der Mindestlohn auch für Grenzgänger?
Ja. Wer im Kanton Genf, Tessin oder einem anderen Mindestlohn-Gebiet arbeitet, hat unabhängig vom Wohnsitz Anspruch auf den dortigen Mindestlohn. Massgebend ist der Arbeitsort.
Warum hat die Schweiz keinen nationalen Mindestlohn?
2014 lehnte die Stimmbevölkerung eine nationale Mindestlohn-Initiative mit rund 76 Prozent Nein-Stimmen ab. Seither führen einzelne Kantone und Gemeinden eigene Regelungen ein.
Was gilt, wenn ein GAV einen anderen Lohn vorsieht?
Es gilt der höhere Lohn. Liegt der GAV-Mindestlohn über dem kantonalen Mindestlohn, kommt der GAV zum Tragen. Liegt er darunter, greift der kantonale Mindestlohn.
Budgetplanung mit Mindestlohn
Mit einem Bruttolohn zwischen rund CHF 3'600 und CHF 4'400 ist der Spielraum eng. Die grössten Fixkosten in einem Schweizer Haushalt sind Miete (CHF 1'200 bis CHF 2'000), Krankenkassenprämien (CHF 300 bis CHF 450 pro erwachsene Person) und Transport. Wer hier vergleicht, kann oft mehrere hundert Franken im Jahr sparen.
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Fazit
2026 haben fünf Kantone einen gesetzlichen Mindestlohn: Genf, Basel-Stadt, Jura, Neuenburg und Tessin. Genf führt mit CHF 24.59/h. Dazu kommt die Stadt Luzern mit einem kommunalen Mindestlohn von CHF 22.75/h, der jedoch nur im Stadtgebiet gilt und politisch umstritten ist. In den übrigen Gebieten regeln GAV oder freie Lohnvereinbarungen die Untergrenze.
Wer in einem Mindestlohn-Gebiet arbeitet, hat einen verbindlichen Anspruch – Arbeitgeber dürfen die Untergrenze nicht unterschreiten. Eine vertiefte Betrachtung des Genfer Modells finden Sie im Spezialartikel Genfer Mindestlohn 2026.
Rechtlicher Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen ausschliesslich Informationszwecken und stellen keine Rechtsberatung dar. Die genauen Mindestlöhne können sich ändern. Verbindliche Auskünfte erhalten Sie beim zuständigen kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit, bei der jeweiligen Gemeinde oder beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO). Stand: Juni 2026.
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