Abstimmung 8. März 2026: Alle Resultate im Überblick
Resultate der Volksabstimmung vom 8. März 2026: SRG-Initiative und Klimafonds abgelehnt, Individualbesteuerung und Bargeld-Gegenvorschlag angenommen.

Am 8. März 2026 hat die Schweiz über vier eidgenössische Vorlagen abgestimmt. Wie ist die Abstimmung ausgegangen? Kurz: Die SRG-Initiative «200 Franken sind genug!» und die Klimafonds-Initiative wurden klar abgelehnt. Das Bundesgesetz zur Individualbesteuerung wurde angenommen, ebenso der Gegenvorschlag zur Bargeld-Initiative. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 55,5 Prozent.
Dieser Ratgeber fasst neutral zusammen, wie jede Vorlage ausgegangen ist, was das Resultat für Privathaushalte bedeutet und welche Zahlen die Bundeskanzlei am 8. März 2026 publiziert hat. Die Detail-Hintergründe zu den einzelnen Vorlagen finden Sie in den verlinkten Themenartikeln.
Das Wichtigste in Kürze
- SRG-Initiative «200 Franken sind genug!»: abgelehnt mit 61,9% Nein — kein Kanton stimmte zu.
- Klimafonds-Initiative: abgelehnt mit 70,7% Nein — kein Kanton stimmte zu.
- Individualbesteuerung (Bundesgesetz): angenommen mit 54,3% Ja (nur Volksmehr nötig).
- Bargeld-Initiative «Bargeld ist Freiheit»: abgelehnt — der Gegenvorschlag wurde mit 73,4% Ja und allen Kantonen angenommen.
- SRG-Abgabe: sinkt trotz Nein — gemäss Bundesratsbeschluss von heute CHF 335 auf CHF 312 ab 2027 und CHF 300 ab 2029.
- Quelle der Zahlen: Bundeskanzlei (bk.admin.ch), Stand der definitiven Resultate.
Resultate auf einen Blick
Am 8. März 2026 standen vier Vorlagen plus ein Gegenvorschlag zur Abstimmung. So hat die Schweiz entschieden (definitive Resultate der Bundeskanzlei):
| Vorlage | Ja | Nein | Resultat |
|---|---|---|---|
| SRG-Initiative «200 Franken sind genug!» | 38,1% | 61,9% | Abgelehnt |
| Klimafonds-Initiative | 29,3% | 70,7% | Abgelehnt |
| Individualbesteuerung (Bundesgesetz) | 54,3% | 45,7% | Angenommen |
| «Bargeld ist Freiheit» (Initiative) | 45,6% | 54,4% | Abgelehnt |
| Gegenvorschlag Bargeld (Bundesbeschluss) | 73,4% | 26,6% | Angenommen |
Verfassungsinitiativen brauchen Volks- und Ständemehr. Bei der SRG- und der Klimafonds-Initiative sagten alle Kantone Nein. Die Bargeld-Initiative scheiterte am Volksmehr, ihr Gegenvorschlag erreichte hingegen 23 Standesstimmen. Das Individualbesteuerungs-Gesetz unterstand nur dem Volksmehr.
SRG-Initiative «200 Franken sind genug!» — abgelehnt
Die SRG-Halbierungs-Initiative wollte die Radio- und Fernsehabgabe pro Privathaushalt von CHF 335 auf maximal CHF 200 pro Jahr senken und Unternehmen vollständig von der Abgabe befreien. Das Stimmvolk lehnte sie mit 61,9 Prozent Nein ab; kein einziger Kanton stimmte zu.
Was das Nein für die Abgabe bedeutet
Auch ohne die Initiative sinkt die Abgabe. Der Bundesrat hatte als Antwort auf die Initiative bereits eine Senkung beschlossen, die nun greift:
| Zeitpunkt | Abgabe pro Haushalt | Unternehmen |
|---|---|---|
| Heute (2026) | CHF 335/Jahr | Abgabepflicht ab CHF 500'000 Umsatz |
| Ab 2027 | CHF 312/Jahr | Befreiung bis CHF 1,2 Mio. Umsatz |
| Ab 2029 | CHF 300/Jahr | Befreiung bis CHF 1,2 Mio. Umsatz |
Konkret zahlt ein Haushalt ab 2027 rund CHF 23 weniger und ab 2029 CHF 35 weniger pro Jahr als heute. Viele kleine und mittlere Unternehmen fallen ab 2027 ganz aus der Abgabepflicht, weil die Umsatzschwelle von CHF 500'000 auf CHF 1,2 Mio. steigt. Die Abgabe wird weiterhin über die Serafe AG erhoben (Quelle: BAKOM).
Vertiefung: SRG-Initiative 200 Franken — Hintergründe und Argumente →Klimafonds-Initiative — abgelehnt
Die Klimafonds-Initiative («Für eine gerechte Energie- und Klimapolitik») verlangte einen neuen Bundesfonds für Klimaschutz und Innovation. Das Initiativkomitee nannte eine Grössenordnung von rund CHF 3,5–7 Mrd. pro Jahr. Das Stimmvolk lehnte die Vorlage mit 70,7 Prozent Nein deutlich ab; kein Kanton stimmte zu.
Damit bleiben die bestehenden Instrumente massgebend: das CO2-Gesetz, das kantonale Gebäudeprogramm und die Förderung erneuerbarer Energien über Pronovo. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, die energetisch sanieren wollen, stützen sich weiterhin auf diese Programme statt auf einen neuen Fonds.
Vertiefung: Klimafonds-Initiative — Inhalt und Förderprogramme →Hypothekarzinsen vergleichen
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Individualbesteuerung — angenommen
Das Bundesgesetz über die Individualbesteuerung wurde mit 54,3 Prozent Ja angenommen. Da es sich um eine Gesetzesvorlage handelt, genügte das Volksmehr; ein Ständemehr war nicht erforderlich.
Die Reform soll die steuerliche Benachteiligung von Ehepaaren gegenüber unverheirateten Paaren («Heiratsstrafe») beseitigen, indem Ehegatten künftig getrennt veranlagt werden. Das Inkrafttreten erfolgt gestaffelt; Bund und Kantone müssen ihre Steuersysteme zuerst anpassen. Bis zur Umsetzung gilt das bisherige Recht weiter.
Vertiefung: Individualbesteuerung Schweiz — was sich für Ehepaare ändert →Bargeld-Initiative «Bargeld ist Freiheit» — Gegenvorschlag angenommen
Die Volksinitiative «Bargeld ist Freiheit» verlangte, den Schutz des Bargelds in der Bundesverfassung zu verankern. Sie scheiterte mit 54,4 Prozent Nein. Der direkte Gegenvorschlag des Bundes wurde jedoch mit 73,4 Prozent Ja und allen 23 Standesstimmen klar angenommen.
Im Ergebnis wird der Erhalt des Bargelds und die Bargeldversorgung damit in der Verfassung festgehalten — über den Weg des Gegenvorschlags statt der Initiative. Für den Alltag ändert sich kurzfristig wenig: Bargeld bleibt gesetzliches Zahlungsmittel, der Verfassungstext sichert seine Verfügbarkeit langfristig ab.
Was die Resultate für Privathaushalte bedeuten
| Vorlage | Folge für Haushalte |
|---|---|
| SRG-Initiative (abgelehnt) | Abgabe sinkt dennoch: CHF 312 ab 2027, CHF 300 ab 2029 statt CHF 200. |
| Klimafonds (abgelehnt) | Kein neuer Fonds; bestehende Förderung (Gebäudeprogramm, Pronovo) läuft weiter. |
| Individualbesteuerung (angenommen) | Getrennte Veranlagung von Ehepaaren — Umsetzung gestaffelt, bis dahin gilt heutiges Recht. |
| Bargeld-Gegenvorschlag (angenommen) | Bargeld-Erhalt wird in der Verfassung verankert; Alltag bleibt vorerst unverändert. |
Diese Übersicht dient der Information und ersetzt nicht die individuelle Steuer- oder Finanzberatung.
Glossar
Volksmehr: Die Mehrheit der abstimmenden Bürgerinnen und Bürger. Für eine Verfassungsinitiative reicht das Volksmehr allein nicht — es braucht zusätzlich das Ständemehr.
Ständemehr: Die Mehrheit der Kantone. Bei Verfassungsinitiativen erforderlich; bei Gesetzesvorlagen reicht das Volksmehr.
Volksinitiative: Vorschlag aus der Bevölkerung zur Änderung der Bundesverfassung, eingereicht mit mindestens 100'000 gültigen Unterschriften innert 18 Monaten.
Gegenvorschlag: Vom Parlament oder Bundesrat ausgearbeitete Alternative zu einer Volksinitiative, über die gleichzeitig abgestimmt wird.
Mediengebühr (Serafe): Jährliche Radio- und Fernsehabgabe aller Schweizer Haushalte, eingezogen über die Serafe AG zur Finanzierung von SRG und lokalen Sendern.
Bundeskanzlei: Stabsstelle des Bundesrats; zuständig für die Durchführung der Abstimmungen und die Publikation der Resultate auf bk.admin.ch.
FAQ: Abstimmung 8. März 2026
Wie ist die Abstimmung vom 8. März 2026 ausgegangen?
Die SRG-Initiative «200 Franken sind genug!» (61,9% Nein) und die Klimafonds-Initiative (70,7% Nein) wurden abgelehnt. Das Bundesgesetz zur Individualbesteuerung (54,3% Ja) und der Gegenvorschlag zur Bargeld-Initiative (73,4% Ja) wurden angenommen.
Ist die SRG-Initiative angenommen worden?
Nein. Die SRG-Halbierungs-Initiative wurde mit 61,9 Prozent Nein abgelehnt, und kein Kanton stimmte zu. Die Abgabe bleibt vorerst bei CHF 335, sinkt aber gemäss Bundesratsbeschluss auf CHF 312 ab 2027 und CHF 300 ab 2029.
Wie geht es mit der SRG-Abgabe weiter?
Trotz Ablehnung der Initiative sinkt die Haushalts-Abgabe: ab 2027 auf CHF 312, ab 2029 auf CHF 300 pro Jahr. Zusätzlich werden Unternehmen mit bis zu CHF 1,2 Mio. Umsatz ab 2027 von der Abgabe befreit. Quelle: BAKOM.
Wurde die Klimafonds-Initiative angenommen?
Nein. Die Klimafonds-Initiative wurde mit 70,7 Prozent Nein abgelehnt; kein Kanton stimmte zu. Es entsteht kein neuer Fonds — bestehende Programme wie das Gebäudeprogramm und Pronovo bleiben massgebend.
Was wurde bei der Individualbesteuerung beschlossen?
Das Bundesgesetz zur Individualbesteuerung wurde mit 54,3 Prozent Ja angenommen. Ehepaare sollen künftig getrennt veranlagt werden, was die «Heiratsstrafe» beseitigt. Die Umsetzung erfolgt gestaffelt; bis dahin gilt das heutige Recht.
Was bedeutet das Resultat zur Bargeld-Initiative?
Die Initiative «Bargeld ist Freiheit» wurde mit 54,4 Prozent Nein abgelehnt. Der Gegenvorschlag des Bundes wurde jedoch mit 73,4 Prozent Ja und allen Kantonen angenommen — der Schutz des Bargelds wird damit in der Bundesverfassung verankert.
Wo finde ich die offiziellen Resultate?
Die definitiven Resultate publiziert die Bundeskanzlei auf bk.admin.ch. Detaillierte Kantons- und Gemeindezahlen stehen dort sowie in der App VoteInfo zur Verfügung.
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Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel wurde am 2026-06-13 mit den definitiven Abstimmungsresultaten aktualisiert. Stand: Juni 2026. Die dargestellten Resultate, Prozentwerte und Folgen stützen sich auf öffentlich zugängliche Quellen, insbesondere die Bundeskanzlei (bk.admin.ch), das BAKOM (bakom.admin.ch) sowie admin.ch. Vertiefte Einordnungen finden Sie in den Themenartikeln zur SRG-Initiative, zur Klimafonds-Initiative und zur Individualbesteuerung. Der Artikel dient der Information und stellt keine politische Empfehlung oder individuelle Steuerberatung dar. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an eine Steuerfachperson oder die zuständige Behörde.
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